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Straßenköter und Superhelden

Straßenköter auf Preisverleihung für Rassenhunde.

Genau so fühle ich mich auf meiner Schule. Es ist nicht so, dass ich nicht mit ihnen auskäme. Wir mögen uns eigentlich und niemand greift mich hier aufgrund meiner „anderen“ Art an. Und selbst wenn würde ich mich darüber nicht beschweren- schliesslich habe ich mir meine äußere Erscheinung selbst ausgesucht und könnte mich jederzeit den  Herden der Modepüppchen anpassen, wenn ich wollen würde.

Aber dieses Maß an Toleranz würde sich wohl recht schnell in Luft auflösen würden sie wissen mit wem sie es bei meiner Wenigkeit in echt zu tun haben. Wenn sie – z.b. – diesen Blog lesen würden.

Ein katholisches, privates Gymnasium, das bis vor kurzem sogar nur eine reine Mädchenschule war.

Und ich hocke dazwischen als jemand, der von sich selbst die Gewissheit hat, dass man irgendwelches Zeug am Wochenende raucht oder einwirft, sich nach der Schule im Zimmer die Birne volläufen lässt, rumfickt wie eine dreckige Hure ohne Bezahlung – und bin nebenher noch die 3t beste der Klasse mit einem Durchschnitt von 2,23 auf diesem Halbjahreszeugnis.

 Es ist irgendwie aber auch ein angenehmes Gefühl so leicht deplaziert zu leben. Immer ein wenig an dem Vorbei, was noch zulässig wäre, aber doch äußerlich noch im Randbereich der anzumaßenden Norm.

Man fühlt sich leicht wie die Superhelden von denen man im Kindesalter immer Träumt. Eine geheime Identität, - niemand kennt sie , niemand darf sie kennen, niemand wird sie je kennenlernen. Eine Identität für Nacht und Nebel und wenn man sie doch irgendwann mit mir in Verbindung bringt wird es mein Leben zerstören.

Wahnsinn, diese Parallelen.

Superwoman und Straßenköter.

29.1.07 13:29
 


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